VBSA-Fachtagung vom 5.12.2017 in Olten
Das Thema lautete «Abfallvermeidung – Wunschdenken oder Trend?» und der Tagungssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die nächste Fachtagung findet am 4. Dezember 2018 statt.
Das Thema lautete «Abfallvermeidung – Wunschdenken oder Trend?» und der Tagungssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Die nächste Fachtagung findet am 4. Dezember 2018 statt.
Die Abfallmenge in den 30 Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) wird aufgrund des Konsumverhaltens und des Bevölkerungswachstums auch künftig kaum abnehmen. Davon geht der Bundesrat im Bericht «Kapazitätsplanung bei Kehrichtverbrennungsanlagen mit Abwärmenutzung» aus, den er am 15. November 2017 verabschiedet hat.
Bericht des Bundesrates: Kapazitätsplanung bei KVA
Im Januar 2018 beginnt die 4. Durchführung des Ausbildungslehrgangs (CAS) «Management von Entsorgungs- und Recyclingunternehmen» an der Universität St. Gallen. Nähere Informationen sind unter folgendem Link zu finden:
CAS Entsorgungs- und Recyclingmanager
Wegen Platzmangel können wir leider keine weiteren Anmeldungen für die Fachtagung 2017 annehmen. Besten Dank für Ihr Verständnis.
Obschon sich der VBSA dafür einsetzt, dass auch zerfranste Zahnbürsten in der KVA mit hohem Wirkungsgrad in Strom und Wärme umgewandelt werden, fürchtet sich der VBSA nicht vor einem Abfallmangel in den KVA.
«Die separat gesammelte Kunststoffmenge aus Haushalten liegt im Promillebereich» meint Robin Quartier vom VBSA. Selbst wenn das in der KuRVe-Studie errechnete Sammelpotenzial von 112’000 Tonnen schweizweit erreicht würde, wären dies für die KVA höchstens 3 Prozent der verbrannten Abfälle und damit kaum spürbar. Hingegen findet Quartier das Sammeln von Kunststoff ökologisch wenig sinnvoll: Früher oder später landen die Abfälle sowieso in der KVA.
Weitere Informationen: Zeitungsartikel im Landboten «Kein Kampf um Kunststoff»
Unter dem Strich hat die gemischte Sammlung von Kunststoffabfällen bei hohen Kosten einen nur geringen ökologischen Nutzen. Mit den soeben publizierten Ergebnissen des Projekts «KuRVe» sehen sich die Recyclingverbände der öffentlichen Hand und der Wirtschaft in ihrer Position bestätigt: Es sollen nur Recycling-Fraktionen gesammelt werden, die nachweisbar rezykliert werden können.
Medienmitteilung Kunststoff-Verwertung KuRVe
Bericht KuRVe
Am 21. Mai hat das Volk die Energiestrategie 2050 mit deutlichem Mehr angenommen. Der VBSA steht auf der Seite der Gewinner! Das neue Energiegesetz bringt wichtige Neuigkeiten.
Der Status der Abwärme aus KVA wird stark verbessert. Die Kantone müssen Vorschriften erlassen über den maximal zulässigen Anteil an nicht erneuerbarer Energie zur Deckung des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser. Bei dieser Berechnung gilt Abwärme aus KVA als erneuerbar (Art. 45 Abs. 3 EnG).

Dr. Rudolf Rechsteiner, führender Energiepolitiker und ehemaliger Nationalrat, erklärte an der Generalversammlung des VBSA am 11. Mai 2017 in St. Gallen, weshalb die Energiestrategie 2050 ein klares JA verdient. Sein Referat kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
Bei schönstem Frühlingswetter fand die 3. Nationale Deponietagung im EBIANUM in Fisibach statt.
Siedlungsabfall-Annahmepreise für jede KVA von 2015 bis 2017. Auf der horizontalen Achse ist jede KVA mit einer Nummer aufgeführt. Die grünen Säulen markieren die Werte für 2017. Die gelben und blauen Punkte stehen für die Jahre 2015 und 2016. Alle Angaben sind in CHF pro Tonne, ohne Mehrwertsteuer, ohne Transportbeitrag und ohne kantonale Abgabe.
(Quelle: Jährliche VBSA-Umfrage aller KVA)
Bandbreite der Annahmepreise aller Schweizerischen KVA für Siedlungsabfall aus Verbandsgemeinden für die Jahre 2008 bis 2017. Tendenziell stabilisieren sich die Preise in den letzten Jahren. Alle Angaben sind in CHF pro Tonne, ohne Mehrwertsteuer, ohne Transportbeitrag und ohne kantonale Abgabe.
(Quelle: Jährliche VBSA-Umfrage aller KVA)
Der Verein für umweltgerechte Energie (VUE) hat die KVA Thun mit dem Label «naturemade resources star» ausgezeichnet. Mit dem neuen Gütesiegel werden die innovativen Anstrengungen der AVAG belohnt. Nebst der optimalen Gewinnung der Energie aus der thermischen Abfallverwertung gewinnt diese «Hightech-Anlage» aus Schlacken und Filterstäuben die darin enthaltenen Metalle zurück. So können Stoffkreisläufe geschlossen und Primärressourcen eingespart werden.
Weitere Informationen:
Zeitungsartikel
Faktenblatt des VUE «naturemade resources star»
Dem langjährigen Mitglied Christoph Hess gratuliert der VBSA zum KMU-Preis 2017 für nachhaltige Unternehmen der Zürcher Kantonalbank ZKB. Der VBSA freut sich über diesen Beitrag zum guten Image der Abfallbranche.
Zeitungsartikel und sehenswertes Video auf www.grimm.ch
Diese alle zwei Jahre stattfindende Tagung findet im EBIANUM in Fisibach (AG) statt und ist der neuen Abfallverordnung sowie aktuellen Themen im Deponiebereich gewidmet.
Das Thema der gut besuchten Fachtagung lautete: «Die Abfallwirtschaft in Franken und Rappen».
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) will die Abfallverordnung (VVEA) mit Vollzugshilfen konkretisieren. Wie, von wem und nach welchem Zeitplan diese Vollzugshilfen erarbeitet werden, hat das BAFU auf folgender Internetseite veröffentlicht: Geplante Vollzugshilfen zur VVEA
Am 18. August hat Bundesrätin Leuthard die Kampagne des Bundesrates gegen die Volksinitiative «Grüne Wirtschaft» eröffnet. An ihrer Seite stand unser Verbandspräsident, Nationalrat Yannick Buttet.

Die Initiative «Grüne Wirtschaft» will den ökologischen Fussabdruck der Schweiz auf einen Drittel reduzieren, und dies bis 2050. Die Befürworter suggerieren, dass das gesetzte Ziel durch leicht umsetzbare Massnahmen, wie zum Beispiel verbessertes Recycling, erreicht werden kann. Die Fachleute der Abfallwirtschaft halten dies für eine Illusion: Zum einen ist der Anteil der Abfallwirtschaft am gesamten Fussabdruck der Schweiz sehr klein. Zum anderen ist das Verbesserungspotential in diesem Bereich weitgehend ausgeschöpft. In Wahrheit können die gesetzten Ziele der Initiative nur durch eine drastische Einschränkung des Konsums erreicht werden.
Medienmitteilung des VBSA zur Initiative «Grüne Wirtschaft»
Bild: Keystone
Folgender Zeitungsartikel fasst gut zusammen, wo unsere Abfälle letztlich landen. Die Deponie Teuftal ist ein langjähriges VBSA-Mitglied.
Zeitungsartikel „Der Bund“ zur Deponie Teuftal
Zu diesem Thema organisiert der ARV am Mittwoch, den 21. September um 15.30 Uhr einen Herbstanlass. In vier Referaten zeigen B. Lüthi, R. Bunge, S. Heselhaus und P. van der Haegen die Chancen und Grenzen der Wiederverwertung auf. Mit einem Apéro riche endet der Anlass.
Weitere Informationen: www.arv.ch
Zur Anmeldung: https://vbsa.weiter.ch/anlaesse/
Seit zwei Monaten zieren sie farbenfroh die Gemüseregale der Migros in der Deutschschweiz: Die Hydrokultur-Salatköpfe aus der Region Zofingen. Im Gewächshaus erblicken sie das Licht der Welt, strecken ihre Wurzeln in wasser- und nährstoffgefüllte Plastikrinnen und reifen Sommers wie Winters zu einem Trio-Sorten-Bouquet heran. Gleich zu 200 Stück pro Quadratmeter und Jahr – achtmal so viel wie auf der gleichen Fläche im Freiland. Selbst der kühle und regnerische Frühling setzt den Salatköpfen nicht zu, denn das Gewächshaus wird mit der Abwärme der ERZO beheizt. Diese neue Anbaumethode spart Boden, Wasser, Dünger, Energie und Pestizide. Fazit: der volle Salatgenuss bei halber Umweltbelastung, kurzer Transportdistanz und hoher Wertschöpfung in der Region.
Bildquelle: https://umwelt-perspektiven.hamster.ch/hydrokultur-salate-mit-positiver-oekobilanz