Thermische Zerstörung von Dioxinen und Furanen
in sauer gewaschenen KVA-Flugaschen (ReFire)
Die neue Abfallverordnung (VVEA) hat neben der Forderung der Metallrückgewinnung aus KVA-Filteraschen auch neu einen Grenzwert bezüglich poly-chlorierten Dibenzo-p-dioxinen und Dibenzofuranen (PCDD/PCDF) für die in Deponie Typ D abzulagernde, sauer gewaschene KVA-Asche eingeführt. Da der Prozess der Metallrückgewinnung (saure Wäsche/FLUWA) mit einer Massenreduktion der Flugaschen um 30-50% verbunden ist, erhöht sich die Konzentration der nicht löslichen Dioxine und Furane, was eine Überschreitung des Deponie-D-Grenzwertes von 1 μg/kg TS zur Folge haben kann. Ein Grossversuch in den KVA KEBAG und KEZO, die gewaschenen Flugaschen in den Feuerraum zurückzuführen (Technologie «ReFire»), lieferte den Beweis, dass die Dioxine und Furane zerstört werden können.
Verfahrenstechnische Marktanalyse
für die Phosphorrückgewinnung aus dem Abwasserpfad
Die seit 2016 geltende Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) schreibt vor, dass Phosphor aus Abwasser bis spätestens 2026 zurückgewonnen werden muss. Dazu bieten sich verschiedene Technologien an, von denen bis heute allerdings noch keine realisiert ist.
Damit die Schweiz effiziente Verfahren für die Rückgewinnung von Phosphor erhält, wurde im Herbst 2017 eine Plattform für den Dialog interessierter Kreise geschaffen. Dazu gehören die Betreiber von ARAs und Klärschlamm-verbrennungsanlagen, welche mehr als 60% des Schweizer Klärschlammanfalls repräsentieren, und auch betroffene Verbände. Die Plattform will den Betroffenen Grundlagen für die anstehenden Verfahrensentscheide liefern und hat dazu eine «Verfahrenstechnische Marktanalyse für die Phosphorrückgewinnung aus dem Abwasserpfad», kurz VTMA, durchgeführt.
Schlussbericht Verfahrenstechnische Marktanalyse für die Phosphorrückgewinnung aus dem Abwasserpfad
Siedlungsabfallaufkommen in der Schweiz bis zum Jahr 2050
Auf welche Veränderungen muss sich die Schweizerische Abfallwirtschaft künftig einstellen? Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie die technologischen Entwicklungen und die gesellschaftlichen Veränderungen sind die wichtigsten Treiber.
Die Studie «Siedlungsabfallaufkommen in der Schweiz bis zum Jahr 2050» zeigt die Auswirkungen auf das Kehrichtaufkommen für die thermische Verwertung in den Kehrichtverwertungsanlagen auf.
Studie Siedlungsabfallaufkommen in der Schweiz bis zum Jahr 2050
CO2-Branchenvereinbarung: Monitoring-Berichte
Die CO2-Emissionen der KVA sind mit ca. 1.9 Millionen Tonnen fossiles CO2 nicht vernachlässigbar. Auf der anderen Seite können diese Emissionen mit den gängigen Mechanismen, wie Umstellung auf saubere Brennstoffe oder Massnahmen zur Steigerung der Energie-Effizienz, nicht direkt bzw. sehr beschränkt vermindert werden. Die angelieferten Abfälle müssen gleichwohl verbrannt, der darin enthaltene Kohlenstoff muss gemäss gesetzlichen Vorgaben möglichst vollständig oxidiert werden. Im Wissen dieser Besonderheiten wurde nach einem pragmatischen Ansatz gesucht, damit die KVA einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es wurde der Weg einer Zielvereinbarung gewählt.
Die Vertragsparteien der Zielvereinbarung sind einerseits das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und andererseits sämtliche in Betrieb stehenden KVA. Die KVA werden vom Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) vertreten.
Der VBSA ist verpflichtet, regelmässig über die Zielerreichung der Branchenvereinbarung zu berichten.
CO2-Branchenvereinbarung: Monitoring-Bericht für das Jahr 2018
Metall-Rückgewinnung aus der KVA-Schlacke
Dieses von Prof. Dr. Rainer Bunge verfasste Dokument zeigt die letzte Entwicklungen bei der Aufbereitung von KVA-Schlacke, insbesondere wie Metalle aus der Schlacke gewonnen werden können. Die Broschüre in englischer Sprache kann auch in Papierform kostenlos bezogen werden unter mail@vbsa.weiter.ch. (pdf, 2713 kb)
Studie R. Bunge: Recovery of metals from waste incinerator bottom ash
Wärmespeicherung in Fernwärmenetzen
Dieses vom Ingenieurbüro Ramboll verfasste Dokument zeigt Möglichkeiten und Grenzen der Wärmespeicherung in Fernwärmenetzen auf. (pdf, 2748 kb)
Studie Ramboll: Wärmespeicherung in Fernwärmenetzen
Brandschutz in Sortier- und Aufbereitungsanlagen
Die gemeinsame Fachkommission ARV/VBSA hat ein Merkblatt zum Thema Brandschutz in Sortier- und Aufbereitungsanlagen ausgearbeitet und möchte dieses den Betreibern von solchen Anlagen hier über download zur Verfügung stellen. (pdf, 584 kb)
Branchenstandard Ermittlung des VOC-Gehaltes
Ermittlung des VOC-Gehaltes gemäss Form. 55.24d der Oberzolldirektion und Ergänzungen der Fachkommission Sonderabfall des VBSA (pdf, 123 kb)
Branchenstandard: Ermittlung des VOC-Gehaltes